20.06.2011

Fachgespräch Mineralöl- und Biodieselwirtschaft

AGQM stellt Studienergebnisse vor

Berlin, 20. Juni 2011 – Anlässlich des 5. Fachgespräches diskutierten Experten der Mineralölindustrie und der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) aktuelle Fragestellungen zur Qualitätsentwicklung und -prüfung von Biodiesel sowie den Stand der Normung auf europäischer Ebene zur Schaffung einer Norm für B10 und B30. Die AGQM stellte verschiedene Projekte, u.a. Ergebnisse eines gemeinsam initiierten Projektvorhabens zur Problematik der Filtrierbarkeit von Biodiesel vor.

In mehreren Vorträgen wurden Studien zur Evaluierung bestimmter Qualitätsparameter vorgestellt, die jeweils die gute Biodieselqualität der AGQM-Mitglieder belegen. So konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass der Gehalt an Alkali- und Erdalkalimetallen, Phosphor und Schwefel deutlich unterhalb der von der Biodielnorm EN 14214 vorgegebenen Grenzwerte liegt. Desweiteren ist der Gehalt an Sterylglycosiden (SG) und acylierten Sterylglycosiden (ASG) in Biodiesel, die im Verdacht stehen, Filterverstopfungen zu verursachen, sehr niedrig. Eine Korrelation zwischen dem Gehalt an ASG und SG und der Filtrierbarkeit konnte als Ergebnis dieser Studien nicht nachgewiesen werden.

Das auch auf internationaler Ebene zunehmend diskutierte Phänomen des mikrobiellen Wachstums, lässt sich durch vorbeugende Maßnahmen („good house keeping“) beherrschen. Dennoch ist die Biodieselindustrie gefordert, soweit verfahrenstechnisch möglich, den Wassergehalt im Biodiesel zu reduzieren, kommentierte die Mineralölindustrie zu dieser Problematik die inzwischen vorliegenden Erfahrungen. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilenehmer den aktuellen Stand der Normung bei Biodiesel sowie die Umsetzung der AGQM-Empfehlung „FAME für Blends“, die über die Biodieselnorm - EN 14214 - hinausgehende freiwillige Anforderungen enthält.

Die AGQM engagiert sich überdies in mehreren Gemeinschaftsprojekten mit dem Ziel, für Biodiesel als Blendkomponente in Heizöl einen zusätzlichen Absatzmarkt zu erschließen. Vorgestellt wurden Schwerpunkte der Projektbezogenen Zusammenarbeit mit der Mineralölindustrie, den beteiligten Additivherstellern und Forschungsinstituten.

Das diesjährige Fachgespräch bestätigt aus Sicht der AGQM erneut das gemeinsame Interesse, Fragestellungen zur Verwendung von Biodiesel als Blendkomponente in Mineralölprodukten möglichst vorausschauend aufzugreifen, falls nötig in gemeinsamen Projektvorhaben Lösungswege aufzuzeigen oder sogar neue Absatzpotenziale zu entwickeln. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist die Basis für eine nachhaltige Marktetablierung von Biodiesel.

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