Qualitätsmanagement-System

Qualität mit System

Wie bei jedem Produkt kann auch der Anwender von Kraftstoffen – sei er nun Motorenentwickler, Fahrzeugbauer oder einfach nur Autofahrer – erwarten, dass er eine definierte, gleich bleibend gute Qualität erhält; auch Biodiesel stellt hier keine Ausnahme dar.

Weltweit sind die Mindestanforderungen an Kraftstoffe durch Normen festgelegt. Diesel und Biodiesel werden dabei durch die EN 590 bzw. durch die EN 14214 beschrieben, die in Deutschland als nationale Normen DIN EN 590 und DIN EN 14214 Anwendung finden. Hinzu kommt die Deutsche B7-Norm DIN 51628, die seit Januar 2009 in Kraft ist. Biodiesel muss dabei sowohl bei Verwendung als Reinkraftstoff (B100) als auch als Beimischkomponente die Anforderungen der DIN EN 14214 erfüllen.

Die Herstellung von Biodiesel unterscheidet sich grundlegend von der herkömmlicher fossiler Kraftstoffe. Um die hohen Qualitätsansprüche der Verbraucher erfüllen zu können, wurde im Jahre 1999 die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V. (AGQM) auf Initiative der deutschen Biodieselhersteller, des Handels und nicht zuletzt der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) gegründet. Die zentrale Aufgabe der AGQM ist es, durch die Schaffung eines einheitlichen und effizienten Qualitätsmanagements das Vertrauen der Anwender von Biodiesel in das Produkt zu schaffen und zu erhalten sowie dafür Sorge zu tragen, dass in ganz Deutschland eine hohe und konstante Produktqualität zum Standard wird.

Das Qualitätsmanagement-System besteht aus mehreren Komponenten, die in der Kombination von Kontrollen und Service für die Mitglieder ein effizientes Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Produktqualität darstellen, das wesentlich zur ausgesprochen positiven Entwicklung der Biodieselqualität im deutschen Markt beigetragen hat:

• Festlegung von zusätzlichen Anforderungen
• Unabhängige Qualitätskontrolle durch externe Dienstleister
• Vorgaben für interne Qualitätskontrolle und Dokumentation
• Technische Beratung
• Ringversuche

Die Maßnahmen beschränken sich nicht nur auf die Produktion, sondern umfassen auch die Handelsschiene bis hin zum Transport des Biodiesels. Alle AGQM-Mitgliedsunternehmen (Produzenten und Händler) verpflichten sich dabei, die strengen und in verschiedenen Punkten über die Anforderungen der DIN EN 14214 hinausgehenden Vorgaben einzuhalten.

Die Mitgliedschaft in der AGQM steht allen deutschen Produzenten und Handelsunternehmen sowie auch der Biodieselbranche nahestehenden Unternehmen (Verbände, Additivhersteller, Anlagenbauer) offen. Mit der Einführung des BPAC-Zertifikats konnte das System auch international geöffnet werden.

Das AGQM-Qualitätsmanagement-System

Ziele:

  • Einhaltung der gesetzlichen und kundenspezifischen Anforderungen an die Kraftstoffeigenschaften
  • Bereitstellung einer einheitlich guten Biodieselqualität
  • Vermeidung von kraftstoffbedingten technischen Problemen
  • Vertrauensbildung bei allen Anwendern von Biodiesel

Zielgruppen:

  • Produzenten
  • Handelsorganisationen und –unternehmen
  • Transportunternehmen und Lagerhalter

Maßnahmen:

  • Unabhängige Qualitätskontrolle
    • Produktion
    • Tanklager
    • Zwischenlager
  • Dokumentation der Produktion und des Transportes
  • Technische Beratung
Mitglieder