Erläuterungen zur Anwendbarkeit der EN 12662

Die europäische Testmethode zur Überprüfung der Gesamtverschmutzung EN 12662 wurde überarbeitet. Die Anwendung der neuen Gesamtverschmutzungsmethode EN 12662:2014 hat allerdings einige Fragen aufgeworfen, die dem CEN, auch unter Hinweis auf die mit der Durchführung der Tests in den Laboren auftretenden Probleme, mitgeteilt wurden.

Punkt 1:
Die Bezugnahme auf unterschiedliche Erscheinungsdaten der einzelnen Standards ist inkonsistent. In der EN 14214:2012 + A1 2014 wird auf die EN 12662:2013 Bezug genommen, während in der EN 590 auf die prEN12662:2012 verwiesen wird. In beiden Fällen sollte der Bezug allerdings die  EN 12662:2014 sein. Die Fehler sollen, so das CEN, mit der nächsten Überarbeitung der EN 14214 bzw. der EN 590 korrigiert werden.  

Punkt 2:
Die Praxiserfahrung hat gezeigt, dass die EN 12662:2014 für reines FAME ungeeignet ist, da es große Abweichungen zwischen den Testergebnissen der EN 12662:1998 und der EN 12662:2014 gibt. Das CEN empfiehlt daher, die Gesamtverschmutzung für reines FAME weiter nach der EN 12662:1998 zu analysieren.
Die Anwendbarkeit der EN 12662:2014 für Dieselkraftstoff und Blends ist nicht beeinträchtigt.

Erfahrungen aus den Laboratorien haben Probleme bei der Filtration gezeigt, die häufig länger als 30 Minuten dauert. Die Experten des zuständigen Normungsausschusses geben hierzu folgende Empfehlung: Sollte die Probe nach 30 Minuten nicht filtriert sein, wird der Versuch abgebrochen. Dieser Sachverhalt ist, zusammen mit dem in dieser Zeit filtriertem Volumen, zu dokumentieren. Die Anforderungen der EN 14214 bzw. der EN 590 sind unter diesen Umständen nicht erfüllt.

Detaillierte Informationen können Sie der ausführlichen Stellungnahme des zuständigen Normungsausschusses CEN/TC 19 entnehmen.

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